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Medien

Hier finden Sie Fotos, Videos und Texte zu den jeweilgen Themen der mebus körmann stiftung.

Die Inhalte sind Eigentum der mebus körmann stiftung

Theater Mittendrin „Das kommt gar nicht in die Tüte“ Nov. 2015
Welt Autismus Tag 2014 in Leichlingen
Theater mittendrin: „Diamantene Hochzeit“ 2014
Ausstellung in Berlin 2014
Sommerausstellung der Kreativworkshops 2013
Kunstworkshop 2012 „Ich und das Glück“
Kunstworkshop 2011

Videos

Texte

zur Stiftungseröffnung, Leichlingen 15.02.2009

Bedeutung der mebus körmann stiftung

Liebe Gäste,

Integration hilft allen Menschen in der Gesellschaft. Behinderte können viel leisten. Sie können lernen und arbeiten. Integration, öffentliche Teilhabe ist alles. Behinderte und Nichtbehinderte profitieren von gemeinsamer fitter Arbeit. Im Zusammenleben können alle ihr Bestes geben. Jeder Mensch hat ein Recht darauf.

Unsere Stiftung hilft die Integration zu bereiten. Viele brauchen Unterstützung, und es ist dauerhaft Hilfe nötig. In Kindergärten, allen Schulen und Universitäten. Vieles sich noch ändern muß. Am Unterricht oder an Vorlesungen alle gleichberechtigt teilnehmen sollen. Ich möchte ein Beispiel für das fitte Gelingen von Integration in Regelschulen sein. Mut und Zutrauen ja ich vermitteln kann. Nicht ohne Chancen tolle Menschen mit Behinderung bleiben dürfen. Die Stiftung vielen mit Informationen und Erfahrungen helfen kann. Viele brauchen Beratung, Begleitung und Weiterbildung. Besonders in Schulen können Schüler und Lehrer und Behinderte auf gemeinsames Lernen und gutes Zusammensein vorbereitet werden.

Fitte Stiftungsmitarbeiter Projekte mit mir entwickeln werden und auch gerne mit Anderen in Projekten zusammen arbeiten möchten. Einzelne können Stipendien bekommen, um zum Beispiel bessere Bildung zu erlangen. Ja, auch Wissenschaft und Forschung sollen unterstützt sein. Neue Erkenntnisse helfen behinderten Menschen Probleme besser zu bewältigen.

Gelungene und herausfordernde Arbeit und schönes Wohnen und tolle Freunde gehören für behinderte Menschen auch zu einem glücklichen Leben. Mit guter, ja segensreicher Hilfe der Stiftung behinderten Menschen geholfen werden soll. Fitt gemacht zungenlahme Autisten und andere behinderte Menschen ziemlich viel erreichen können. Volle Unterstützung sie dabei brauchen. Aber die haben sie oft nicht. Ich hatte deutlich Glück. Meine Familie hat mir ein hurtig gutes Leben geschenkt. Damit viele Suchende richtige Wege gehen und Freude selig finden können, hat meine Familie diese Stiftung gegründet.

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Anhang zur Präambel der mebus körmann stiftung

Ein nicht sprechender innerer Mensch ich bin. Und habe Glück gehabt, fördernde und liebende Menschen um mich zu haben.
Richtig froh ich für diese gute Chance bin.

Keiner darf deutlich von fitter Entwicklung ausgeschlossen werden.
Keiner soll von ganz wichtigem Vorwärtsstreben abgehalten sein.
Alle brauchen ja das Glück der Integration.
Die Stiftung meiner guten Familie soll vielen Menschen mit tollen Leistungen helfen ein besseres Leben zu haben. Viel kann bewegt werden. Noch Einiges ist zu tun. Habe große Pläne Behinderten mit Geist und Herz zu helfen. Liebend gern ich Können und super gute Erfahrung anderen gebe. Und bin dankbar für viele gute Helfer, die mich gern und kraftvoll begleiten. Ohne Hilfe keiner sein soll. Ich und andere besondere Menschen brauchen Unterstützung und Begleitung. Können und nicht von der Gesellschaft ausgeschlossen sein ist das Wichtigste.

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zur Ausstellung Erik Körmann, Leichlingen 26.11.2011

Vorwort von Erik Körmann

Der tag der ausstellung war sagenhaft.
Ja, sagenhaft.
Ein segen er für mich zungenlahmen war. Er machte mut.
Mich begeisterten die vielen besucher. Reizend und wohl gelaunt und interessiert sie einmalig waren. Eine freudige veranstaltung es war. Fulminante reden gehalten wurden. Redner furios erhellendes erzählten. Die ausstellung wirklich mir super wichtiges farbenfroh gestaltet zeigte.
Die erde achtsamere zeiten braucht. Erde sich traumhaftes gleichgewicht wünscht. Angst sie aber vor sehr nervigen verbrechernetten menschen haben muss.
Erde ganz durstend nach innerer ruhe ist.
Gut wir sie behandeln müssen.
Sie unsere zukunft ist.
Ganz klar meine bilder das zeigen. Sie zeigen jammernd dürstende erde.
Fange alles und jedes in farbe gebenden und mut machenden bildern ein. Farben wichtig sind im leben. Leben durch farbe entsteht. Gute riesenerderote farben und formen froh ich zeigen konnte. Riesiges glück sich darüber traumhaft einstellte. Größe toll zungenlahmen geschenkt wurde.
Nach super gelungener ausstellung doch kein punkt gesetzt wird. An furiosem segen der kunst viele teilhaben sollen integratives künstlerisches schaffen fitt geplant wird.
Kann nur bestes für alle ordentlichen und glück bringenden projekte wünschen.

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Nachwort von Anna Bach I Kunstpädagogin

Abschließend möchte ich Ihnen noch eine Vorstellung darüber geben, wie das Kunstprojekt sowie Eriks Bilder und Texte entstanden sind. Außerdem gehe ich auf die Besonderheit der Kunst als Sprache ein.

Während meines Studiums der Kunstpädagogik habe ich Erik Körmann, der sich selbst als „zungenlahmen Autisten“ bezeichnet, als Kommunikationsassistentin auf dem Weg zum Fachabitur begleitet. Schon damals hatte er große Freude am Malen, war den Farben gegenüber sehr aufgeschlossen und liebte das Experimentieren damit.
Zu Beginn des Jahres 2011 entstand in der mebus körmann stiftung die Idee, ein Kunstprojekt anzubieten, in dem Menschen mit und ohne Behinderung voneinander lernen, zusammen kreativ sind und Spaß haben. Es lag nahe, dass Erik Körmann und ich ein Pilotprojekt dazu entwickelten. Durch die intensive Auseinandersetzung mit Farben und Formen fand er einen weiteren Weg sich mitzuteilen.

Und ich konnte wichtige Erfahrungen im Bereich des gestützten Malens sammeln.
Die Texte und Bilder entstehen mit Hilfe der gestützten Kommunikation. Diese Methode, die auch als FC (facilitated communication) bezeichnet wird, ermöglicht Menschen mit kommunikativer Beeinträchtigung, durch gestütztes Zeigen, zum Beispiel auf Bilder oder Buchstaben, zu kommunizieren. Auf Grund der körperlichen Stütze, die bei Erik Körmann am Oberarm oder an der Schulter erfolgt, werden neuromotorische Probleme minimiert und funktionale Bewegungsabläufe trainiert. Die StützerIn begleitet zugleich verbal, emotional und physisch.

Auf Grund von Erik Körmanns frühkindlichem Autismus fällt es ihm nicht immer leicht, Handlungen gezielt durchzuführen und sich darauf zu konzentrieren. Er selbst bezeichnet seine innere Verfassung dann als „Chaos“.
Die Unterstützung, die er beim gestützten Malen benötigt um Handlungsabfolgen gezielt auszuführen, basiert im Wesentlichen auf der Anwendung von Auswahltafeln sowie verbalen und physischen Hilfestellungen.
Die erstellten Auswahltafeln dienen der Strukturierung der einzelnen Arbeitsschritte und der Kommunikation. Anhand dieser Tafeln, auf
denen ihm Verfahrensweisen angeboten werden, ordne ich die Auswahl und erleichtere seine Entscheidung.

Verbale und physische Hilfestellungen benötigt Erik Körmann, wenn seine Konzentration beim Malen nachlässt. Sie helfen ihm, seine Aufmerksamkeit wieder auf sein Handeln zu lenken und zum Beispiel die Technik auszuführen, für die er sich entschieden hat.
Ein wichtiges Ziel des Projekts ist das Erlernen und Erarbeiten von neuen Maltechniken, um so zu vielfältigen, neuen Ausdrucksmöglichkeiten zu gelangen. Um diese Techniken und deren Bewegungsabläufe zu verinnerlichen, ist eine konsequente Umsetzung der Arbeitsschritte nötig. Dadurch kann er beim Malen zu mehr Selbständigkeit gelangen und die Stütze kann auf ein Minimum reduziert oder vielleicht auch ganz ausgeblendet werden.Durch die Kunst kann Erik Körmann sich eine Welt der Farben und Formen erschließen. Seine eigenen Gedanken und inneren Bilder werden durch diesen Prozess für uns repräsentiert und lebendig.

In diesem Buch sehen wir Bilder vor uns, durch die der Künstler mit uns spricht. Somit sind sie ein wichtiges Bindeglied zwischen seinem inneren Wesen und der Außenwelt.
Ich denke, dass diese Bilder besonders für Menschen, die nicht verbalisieren können, eine wertvolle Möglichkeit darstellen, mit anderen in Kontakt zu treten, sie anzusprechen und zu berühren.

Die Kunst bietet dem Schaffenden einen geschützten Rahmen, zu dem der sonst so dominierende Verstand kaum Zugang hat. Die Sprache der Bilder stammt aus einem tiefen, beseelten, persönlichen Bereich des eigenen Wesens.
Während des Projektes mit Erik Körmann habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese Sprache auch widerspiegeln kann, wie der Gestaltende der Welt begegnet.
In der gewohnten Offenheit, mit der er den Farben begegnet, in der Freude am Zerfließen lassen der wässrigen Farben, in dem Mut, sich auf unvorhersehbare Formen einzulassen, erkenne ich auch seine Wesensart, Menschen und Situationen zu begegnen.
Insofern zeigen seine Bilder auch, dass Menschen mit Autismus, die oft abgekapselt in ihrer eigenen Welt leben, sich öffnen können.
Darüber hinaus haben sie oft etwas sehr Wertvolles mitzuteilen.
Auch Erik Körmann möchte uns, wie er in seinem Vorwort erläutert, mit seinen Bildern und Texten eine Botschaft vermitteln.

Ich möchte mich für Ihr Interesse daran ganz herzlich bedanken. Diese positive Erfahrung gibt ihm Mut, an sich zu glauben und sich weiterhin neuen Wegen der Kommunikation zu öffnen.

Köln, März 2012

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